Der Riesenschnauzer Deutschland FCI-Nr. 181c
Er ist die vergrößerte Ausgabe des Schnauzers. Historisch gesehen gibt es allerdings zwischen den beiden keinen direkten Verwandheitsgrad. Durch Einkreuzungen von Deutschen Doggen, Großpudeln, Schäferhunden und übergroßen Schnauzern versuchte man um die letzte Jahrhundertwende mit engagiertem Züchtereinsatz den vorhandenen Standard zu realisieren.
Im Jahr 1913 wurden vier pfeffersalzfarbige und drei schwarze Hunde, sowie ein braungelbes und ein graugelbes Tier ins das Zuchtbuch des Klubs eingetragen.
Bis auf ein einziges kamen all diese Hunde aus München, und aufgrund seiner Begleiterfunktion bei den Münchner Brauereigespannen nannte man ihn auch den „Münchner Bierschnauzer“.
Im Jahr 1925 wurde der Riesenschnauzer als Diensthund anerkannt.
Charakter: ausgeglichen, gutartig, treu und anhänglich, temperamentvoll und kinderlieb, dabei unbestechlich und wachsam, sehr belastbar
Größe: 60 – 70 cm
Gewicht: 30 – 40 kg
Statur:
quadratisch, eher gedrungen als schlank
Farben: pfeffersalz und schwarz
Haar: drahtig, hart, wetterfest, dichte Unterwolle
Pflege: regelmäßiges Trimmen
Josef Berta sagte 1932: „Der Riese begann mit Pfeffer und Salz“. Die Zucht der Farbe pfeffersalz gestaltete sich aber äußerst schwierig, und das ist leider noch heute so. Durch die kleine Zuchtbasis wurden Einkreuzungen von übergroßen
Schnauzern und schwarzen Riesenschnauzern nötig, um die Basis wieder zu vergrößern. In diesem Zusammenhang sei unbedingt Frau Elsa Wettlaufer (Züchterin vom Widderhof) zu nennen, die durch unermüdlichen züchterischen Einsatz die
Grundlage für die heutigen „Pfeffis“ schaffte.
Ziel sollte es für uns alle sein, pfeffersalz Riesen mit bester Vitalität, guten Gebrauchshundeeigenschaften, viel
Temperament und schönem Exterieur zu züchten. Wir alle arbeiten daran...
Mein Dank an dieser Stelle an Rüdiger Förste (Züchter vom Moisburger Berg), der mich mit unbeirrter Zähigkeit in
die Geheimnisse der Genetik einwies und mir klarmachte, daß wir diese o. g. Ziele nur kooperativ erreichen können. Ohne ihn und ohne die ständige Unterstützung von Martina Moormann (Züchterin von Elberfeld) gäbe es keinen
Zwinger von Amber.
Schließen möchte ich meine kurzen Ausführungen – wie Frau Wettlaufer – mit einem Zitat von Christian Morgenstern:
„Ganze Weltalter von Liebe werden notwendig sein,
um den Tieren ihre Dienste und Verdienste an uns zu vergelten.“